Pokémon Karten graden lassen: PSA, BGS & CGC einfach erklärt (2026)

Veröffentlicht: Mai 2026 · Kategorie: Pokémon · Lesezeit: ca. 6 Min.

Pokémon Karten graden lassen: PSA, BGS & CGC einfach erklärt (2026)

Kurz & knapp: Eine einzelne Pokémon-Karte kann durch Grading ein Vielfaches ihres ursprünglichen Wertes erreichen. Hier erfährst du was Grading ist, welche Firmen es gibt, was es kostet und wann es sich wirklich lohnt.

Du hast eine seltene Karte gezogen und fragst dich was sie wert ist? Oder du hast gehört dass gegradete Karten für hunderte Euro verkauft werden — und deine Karte sieht eigentlich gut aus? Dann ist dieser Artikel genau richtig für dich.

1. Was ist Grading überhaupt?

Grading bedeutet: Du schickst eine Pokémon-Karte zu einer spezialisierten Firma. Diese prüft zwei Dinge:

  • Echtheit — ist die Karte original oder eine Fälschung?
  • Zustand — wie gut ist die Karte erhalten?

Das Ergebnis ist eine Note von 1 bis 10. Die Karte wird danach in einen harten Plastikhalter einversiegelt — den sogenannten Slab. Auf dem Slab steht die Note, der Kartenname und ein QR-Code zur Verifizierung.

Eine PSA-10 (perfekter Zustand) kann das 3- bis 10-fache einer ungegradeten Karte wert sein. Das macht den Unterschied.

2. Die vier Kriterien der Bewertung

Jede Karte wird nach vier Punkten bewertet:

  • Zentrierung — ist das Bild mittig oder verschoben?
  • Ecken — sind die Ecken scharf oder abgenutzt?
  • Kanten — gibt es Chips oder Abrieb an den Rändern?
  • Oberfläche — Kratzer, Fingerabdrücke, Farbverluste?

Alle vier müssen stimmen für eine Top-Note. Schon ein kleiner Holo-Kratzer kann den Unterschied zwischen einer PSA-9 und PSA-10 ausmachen — und damit hunderte Euro.

3. Die drei großen Grading-Firmen im Vergleich

PSA — Professional Sports Authenticator

Der bekannteste und meistgenutzte Anbieter weltweit. Eine PSA-10 hat die höchste Marktbekanntheit und erzielt die besten Preise auf eBay und anderen Plattformen.

  • Kosten: ab ca. 50–60 $ pro Karte (Value-Tier)
  • Wartezeit: mehrere Monate je nach Tier
  • Empfehlung: Beste Wahl für wertvolle Karten mit Verkaufsabsicht

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BGS — Beckett Grading Services

Beckett ist bekannt für seine detaillierten Subgrades — du siehst Einzelnoten für Zentrierung, Ecken, Kanten und Oberfläche. Der heilige Gral ist das BGS Black Label — eine perfekte 10 in allen vier Subgrades. Noch seltener und wertvoller als eine PSA-10.

  • Kosten: vergleichbar mit PSA
  • Besonderheit: Transparenteste Bewertung
  • Empfehlung: Gut für Sammler die Transparenz wollen

CGC — Certified Guaranty Company

Ursprünglich aus dem Comic-Bereich, inzwischen eine starke Alternative für Pokémon-Karten. CGC ist bekannt für strenge und konsistente Bewertungen sowie günstigere Preise als PSA.

  • Kosten: oft günstiger als PSA
  • Empfehlung: Gute Wahl für Einsteiger und moderne Karten

4. Wann lohnt sich Grading?

Die wichtigste Frage. Die einfache Formel:

PSA-10-Wert der Karte − Rohwert (NM) > Grading-Kosten

Konkret bedeutet das:

  • Karten unter 50 € Rohwert → Grading lohnt sich meist nicht
  • Karten über 100 € Rohwert im Top-Zustand → Grading kann sich sehr lohnen
  • Beliebte Pokémon (Glurak, Mew, Pikachu, Nachtara) → höchste Wertsteigerung durch Grading
  • Secret Rares, Special Illustration Rares aus Sets wie Prismatische Entwicklungen oder Evolving Skies → klassische Grading-Kandidaten

Achtung: Nicht jede NM-Karte wird PSA-10. Schon eine leichte Dezentrierungoder ein unsichtbarer Kratzer kann zu einer PSA-9 führen — und der Wertunterschied kann erheblich sein.

5. Schritt für Schritt: So läuft Grading ab

  1. Karte prüfen — Zustand unter guter Beleuchtung begutachten, Zentrierung messen
  2. Account erstellen — bei PSA, BGS oder CGC online registrieren
  3. Karte vorbereiten — in eine neue Sleeve stecken, dann in einen Semirigid-Holder
  4. Sicher verpacken — Bubble Mailer, stabile Box, gut gepolstert
  5. Einschicken — versichert und mit Tracking — Verlust ist sonst dein Risiko
  6. Warten — je nach Tier mehrere Wochen bis Monate
  7. Slab erhalten — Karte kommt versiegelt mit Note zurück

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6. Was du für den Versand brauchst

  • Neue Penny Sleeves — saubere Hüllen ohne Kratzer
  • Semirigid Holder — halbfeste Halter die die Karte schützen
  • Bubble Mailer — gepolsterter Versandumschlag
  • Stabile Kartonbox — zusätzlicher Schutz bei mehreren Karten
  • Versicherter Versand mit Tracking — Pflicht, niemals unversichert schicken

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7. Die häufigsten Fehler die Geld kosten

  1. Karte ohne Schutz anfassen — immer mit Baumwollhandschuhen oder an den Rändern anfassen
  2. Schlechte Karten einschicken — Grading kostet Geld, nur Top-Zustand lohnt sich
  3. Unversichert schicken — bei Verlust haftet niemand
  4. Falschen Tier wählen — teurer Tier bei günstiger Karte = schlechtes Geschäft
  5. PSA-9 unterschätzen — auch eine PSA-9 kann sehr wertvoll sein, je nach Karte

Fazit: Lohnt sich Grading für dich?

Grading ist kein Hobby für jede Karte — aber für die richtigen Karten ist es der stärkste Werttreiber den du als Sammler nutzen kannst. Wenn du eine seltene Karte in Top-Zustand hast, die über 50 € wert ist: Ja, informiere dich über Grading. Wenn du gerade erst anfängst: Sammle erstmal Erfahrung, schütze deine Karten gut und warte auf die wirklich besonderen Funde.

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